Tierschutzziele der Linken. Alles heiße Luft? (1/3)

Tierschutz Heißluftballon der Linken

Allen, denen etwas an unserm Land und unserer Zukunft liegt, sollte klar sein, dass sie mit ihrer Stimme bei den bevorstehenden Landtagswahlen eine existenzielle Entscheidung treffen.

Deshalb lohnt sich mit Positionen und Themen der Parteien zu beschäftigen, die abseits der Flüchtlingsthematik und Klimaschutzhysterie für den einen oder anderen ausschlaggebend für die Position des Kreuzchens auf dem Wahlzettel sind.

Eine weit verbreitete Ansicht ist, dass Linkspartei und Grüne besonders engagiert für Tierschutz eintreten. Susanne Schaper, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag versäumt dabei keine Gelegenheit sich Medienwirksam zu inszenieren.

Sie tourt regelmäßig durch Tierheime( Medienvertreter erwünscht). Das ist lobenswert. Leider thematisiert Sie dabei nicht, dass zunehmend abgabewillige verzweifelte Tierhalter in Notlagen von Tierheimen abgewiesen werden. Das eine kommunale Wildtierhilfe in der Kreisfreien Stadt Chemnitz nicht vorhanden ist, obwohl die Stadt mit Wildgatter, Botanischen Garten und Tierpark über Einrichtungen verfügt welche über die nötige Sachkunde und Möglichkeiten verfügen um wirkungsvoll zu helfen. Es hängt wie immer am Geld. Diesbezüglich ist leider von der sich um die Tierheimfinanzierung sorgenden Frau Schaper nichts zu vernehmen.

Man könnte einwenden, dass die Möglichkeiten der Linken als Oppositionspartei im Landtag begrenzt sind. Das mag sein, deshalb betrachten wir um die Glaubwürdigkeit der Linken Tierschutzforderungen zu beureilen die Lage dort wo die Linken erheblich mehr Einflussmöglichkeiten haben. Zum Beispiel im Stadtrat der Stadt Chemnitz.

In der Lokalpresse „jault, knurrt oder bellt“ , kritisiert, schäumt oder schimpft Frau Schaper mit schöner Regelmäßigkeit über Misstände in Bezug auf Chemnitzer Hundewiesen und Hundetoiletten. Auch hier, hier und hier. Leider seit Jahren erfolglos. Stadtratsbeschlüsse werden von der Chemnitzer Stadtverwaltung über Jahre ignoriert, nicht umgesetzt, und die Misstände werden jedes Jahr aufs neue thematisiert.

Über ihr Fazit informieren die Chemnitzer Linken auf Ihrer Internetseite.

„Nahezu gebetsmühlenartig werden jedes Jahr die gleichen Fragen nach der rechtzeitigen Mahd der Hundewiesen und deren Nutzbarkeit gestellt. Und das Ergebnis ist immer unbefriedigend. Wir Stadträtinnen und Stadträten können nur die Schultern zucken, wenn uns die Bürgerinnen und Bürger darauf ansprechen.

Quelle:https://www.linksfraktion-chemnitz.de/politik/detail/article/jedes-jahr-die-gleichen-probleme-beim-maehen-von-hundewiesen/

Scheinbar stehen die wackeren Linken Kämpfer für mehr Tierschutz und gemähte Hundwiesen hilflos gegen den Moloch der unbeweglichen übermächtigen Stadtverwaltung.

Aber Susanne Schaper ist nicht Oma Erna, die sich ärgert das Dackel Waldi beim Gassigehen im Gras der ungemähten Hundewiese verschwindet. Frau Schaper war/ist Stadträtin und Fraktionsvorsitzende der Fraktion der Linken im Chemnitzer Stadtrat, Landtagsabgeordnete, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag.

Wer, wenn nicht Frau Schaper ist in der Lage die untätige Stadtverwaltung zu zwingen Beschlüsse des Stadtrats zeitnah umzusetzen? Hinzu kommt das Ordnungsdzernent Miko Runkel, Oberbürgermeisterkanditat zur letzten OB Wahl für die Partei „Die Linke“ und einige andere Entscheidungsträger in der Stadtverwaltung den Linken sehr nahe stehen. Wenn offenbar nicht gewollt ist die Rechtsstaatlichen Instrumentarien anzuwenden, um gültige Stadtratsbeschlüsse umzusetzen, warum wird Abhilfe nicht auf dem“kleinen“ Innerparteilichen Dienstweg geschaffen?

Möglicherweise weil die postulierte regelmäßige Aufregung in den Medien heiße Luft ist und der Schwerpunkt der Agenda der Linken auf Klimaschutz und der Abschaffung der als „Klimakiller auf vier Pfoten“ identifizierten Haustiere liegt? Hier ist auch der vor Kurzem vom „Neuen Deutschland“, der Linken Parteizeitung gewährte Einblick in die Denkweise der Genossen aufschlussreich. In der bereits in der DDR bewährten Kampfpostille der SED-Linken wird gefordert „Lasst uns die Köter abschaffen“ . Eine Distanzierung, Verurteilung, oder gar Konsequenzen für diesen Artikel rhetorischer Perlen Linker Denkweise von Frau Schaper und Genossen ist nicht bekannt.

In Deutschland übertreffen Katzen oftmals die Lebenserwartung von 15 Jahren. Die Halter*innen sind zudem bereit, mit Kuren und ständigen Besuchen von Tierärzt*innen das Wohl des Hundes oder der Katze abzusichern. Mittlerweile ist es sogar normal, mit einem Hund zur Physiotherapie zu gehen. Die Therapie widmet sich natürlich dem Tier, nicht den Besitzer*innen.
Das zeigt: Viele Menschen sind schon heute bereit, viel Geld für ihre treuen Begleiter auszugeben. Also können wir auch über die stärkere Besteuerung von Haustieren und Dosenfutter für diese nachdenken. Neuerdings verdrecken nicht mehr nur Hunde die Städte mit ihrem Kot. Auch die schrecklichen Plastiktüten, mit welchen die Halter den Mist entsorgen sollen, werden zunehmend zum Problem.

httpss://www.neues-deutschland.de/artikel/1123027.haustiere-lasst-uns-die-koeter-abschaffen.html

Unter diesen Gesichtspunkten wird klar weshalb von den Linken seit der Neureglung der Hundesteuer 2010 in Chemnitz, bei der die Ermäßigung der Steuer für Empfänger von Grundsicherung im Alter und ALGII gestrichen wurde. Und die Hundsteuer-Befreiung für Hunde aus Chemnitzer Tierheimen von 24 auf 12 Monate reduziert, nichts unternommen wurde, um das zu korrigieren. Obwohl in der vergangenen Legislaturperiode die Linken zusammen mit ihren Quasikoalitionspartnern SPD und Grünen über die erforderlichen Mehrheiten verfügt hätten.
Bekanntermaßen wurden viele andere Projekte von dieser Chemnitzer Rot/Rot/Grünen Pseudokoalition im Eilzugtempo durchgesetzt und realisiert.

Es ist merkwürdig das die Partei,die 100 % sozial sein will, über Jahre nichts unternimmt, um armen Rentnern und sozial Benachteiligten, bei denen die positiven Aspekte eines Haustieres eindeutig nachgewiesen sind jegliche Unterstützung verweigert. Auch hierzu finden sich im Artikel des Linken Zentralorgan „Neues Deutschland“ Antworten. Offenbar hegen nicht wenige Anhänger und Mitglieder der Linken feuchtromatische Träume in denen instrumentalisierte Kinder auf Tierhalter losgehen und das fordern was sie sich aus Angst vor negativen Auswirkungen an der Wahlurne (noch) nicht trauen. Maos Kulturrevolution mit der Fanatische, religiös anmutenden, kollektiven Hysterie lässt grüßen.

Unabhängig davon, ob man es schafft, Katzen und Köter aus Großstädten zu verbannen, muss das romantische Bild von Haustieren endlich dekonstruiert werden. Kindern sollte schon in jungen Jahren klar gemacht werden, dass es absolut egoistisch ist, in einer Stadt einen Hund oder eine Katze zu halten. Das Thema könnte von den »Fridays For Future«-Aktivist*innen aufgenommen werden. Zehn- bis 18-jährige Schüler*innen, die eine Anhebung der Hundesteuer fordern, würden damit zeigen, wie ernst es ihnen mit dem Umweltschutz ist.
Aber auch gesamtgesellschaftlich muss sich etwas tun. Die Toleranz für Katzen- und Hundebesitzer*innen ist viel zu groß. Die Tiere sollten konsequent aus Cafés, Supermärkten und Restaurants ausgeschlossen werden.

httpss://www.neues-deutschland.de/artikel/1123027.haustiere-lasst-uns-die-koeter-abschaffen.html

Zählen wir die Fakten zusammen ergibt sich ein fragwürdiges Bild der Aktivitäten der Linken zur Verbesserung des Tierschutzes in Sachsen. Und der Verdacht das mit schönen Bildern und viel heißer Luft Wählerstimmen generiert werden sollen erhärtet sich. Mehr dazu Morgen in Teil 2.

Tierschutzambitionen der Linken. Wahlprogramm und Realität in Sachsen.

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