Im sächsischen Baumarkt lauert die Gefahr

Sagen jedenfalls Petra Köpping (SPD) und Roland Wöller (CDU). Und begründen das mit seltsamen Angaben, man könnte es auch als Lügen bezeichnen. Möglicherweise möchten sie gemeinsam mit der Schwarz-Rot-Grüne Regierung Sachsen die Corona Krise nutzen, um den aufmüpfigen Sachsen so richtig zu zeigen, wer das sagen hat.

Da Sachsen zu den Bundesländern gehört, welche die restriktivsten Einschränkungen und Grundrechtseingriffe vollzogen, wurde auch die Schließung der Baumärkte verfügt. Während in den Nachbar-Bundesländern Baumärkte komplett geöffnet sind, gucken die Sachsen auf geschlossene Märkte.

Bislang gab es jedoch noch die Möglichkeit der Abholung. Das will Sachsens Innenminister Roland Wöller (49, CDU) nun nicht mehr. Daher dürfen Privatpersonen nicht mehr online bestellen und die Ware am Baumarkt abholen. Wie Wöller dazu kam, ob ihm ein Orakel erschien, oder die neuen Schikanen beim Ideenwettbewerb mit CDU und SPD Kollegen geboren wurde, bleibt im dunkeln. Ebenso schweigt er sich aus, weshalb dieser Schritt vollzogen wird und wo genau die Gefahr liegt, wenn Abholer bestens isoliert im PKW und die Abholung gut organisiert und sicher vollzogen wird. Bei jedem Einkauf im Supermarkt dürfte das Risiko höher sein.

Natürlich könnte man einwenden, dass ein Einkauf im Baumarkt nicht zu den lebensnotwendigen Dingen gehört. Aber herumwerkeln in Haus oder Wohnung kann für die zum Hausarrest verurteilten Sachsen ein ganzes Stück weit zu Entspannung und Ablenkung beitragen, helfen die durch die soziale Isolierung aufgebaute Spannung abbauen.

Absurd ist auch die Begründung zur Schließung der Baumärkte in Sachsen durch Ministerin Petra Köpping .

Petra Köpping (61, SPD): „Die Entscheidung hat auch damit zu tun, dass die Sachsen den größten Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung und damit in der Risikogruppe haben.“

https://www.bild.de/regional/leipzig/leipzig-news/corona-baumaerkte-dicht-weil-sachsen-zu-alt-sind-69916540.bild.html

Sachsen liegt nicht nur beim Durchschnittsalter mit einer jüngeren Bevölkerung mehrere Plätze vor Sachsen Anhalt. Auch die Köppings Behauptung in Bezug auf Risikogruppen ist nicht zutreffend. Betrachten wir dazu die Bevölkerungsstruktur Sachen Anhalts und Sachsens. (Quelle https://de.statista.com)

Sachsen Anhalt Sachsen
Gesamtbevölkerung2,277 Mio4,078 Mio
Über 65 Jahre584918 = 25,69 % 1066312 = 26,15 %
60 – 64 Jahre175622 = 7,71 %289001 = 7,09 %
40 -50 Jahre633086 = 27,8 %1105291 = 27,10 %

Sachsen hat bezogen auf die Gesamtbevölkerung nur einen marginal höheren Anteil von 0,56 % an über 65-Jährigen als Sachsen Anhalt. Bezieht man die ebenfalls zur Risikogruppe gehörenden 60 bis 64-jährigen ein, dann leben in Sachsen Anhalt mit den geöffneten Baumärkten 1,18 % Prozent mehr Menschen der Risikogruppe über 60.

Eine spannende Frage ist, weshalb die Baumärkte in Sachsen wirklich geschlossen sind, und in Sachsen Anhalt nicht. Und was Frau Köpping zu dieser Aussage bewogen hat. Kennt sie als Sozialministerin die aktuellen Statistiken zur Altersstruktur der Bevölkerung nicht, kann im Sozialministerium niemand Prozentrechnung, oder macht sie weiter wie sie es als SED Bürgermeisterin von Großpösna gelernt hat?

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