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tagespiegel wünscht mehr facebook zensur

Ein längerer Artikel im Tagesspiegel  befasst sich mit der „Gefährlichkeit“ von Mark Zuckerberg. Unter der reißerischen Headline „Wie gefährlich ist Mark Zuckerberg“ beschäftigen sich Maria Fiedler und Sidney Gennies mit Mark Zuckerberg ,  seiner Firma und der Gefahr für die Welt.

Qualitätsjournalismus vom feinsten. Besonders bemerkenswert ist die Aussage das Facebook nicht angemessen zensiert trennt und News aller Art weitgehend ungefiltert den Nutzern zugänglich macht.  So klagen die selbsternannten Qualitätsjournalisten weil sie Meinungs und Deutungshoheit verloren haben und immer öfter anstelle der Wahrheit welche sie über ihre Plattformen verbreiten die User erfahren was wirklich passiert. Wie gefährlich das für die „Meinungsmacher“ ist  lässt an den in jedem Quartal fallenden Auflagenhöhen ablesen. Meinte noch Lorenz Marold in einen Kommentar 2016  das sich der Staat nicht zum Richter über die Wahrheit erheben darf, scheinen die Autoren des aktuellen Artikels ein anderthalbes Jahr später die Existenz eines Ministerium für Wahrheit welches die unbequemen sozialen Netzwerke reguliert um die Meinungshoheit der Qualitätsmedien zu sichern schmerzlich zu vermissen.

Jeder kann sagen was er will und wird gehört wenn es auf Interesse stößt. Für die Tagespiegelautoren offenbar ein Skandal. Für andere die Umsetzung demokratischer Grundrechte.  Da kann man auch gleich suggerieren das die Facebook Verantwortlichen nicht wirklich wissen was sie tun und so für mehr Zensur pädieren ohne das Wort Zensur zu erwähnen.

Tagesspiegel trauert vergangener Meinungshoheit nach

Um dem geneigten User die Bedeutung der Bedrohung klar zu machen wird berichtet das vor einigen Jahren der FBI Chef Facebook aufsucht weil er erkannt hat dass das FBI eine viel geringere Datenbasis verfügt als Facebook. Das ist so aussagekräftig wie die Aussage das ein Goldschmied einen Schrotthändler aufsucht weil ihm klar wird das die Materialbasis des Schrotthändlers viel größer ist als seine.

Die übliche Rhetorik gegen Russland und Trump und die wichtige Information das 1,4 Milliarden Menschen Facebook täglich nutzen, aber nur wenige die Frage beantworten können was Robert Mueller damals zu Facebook trieb darf natürlich nicht fehlen. Im Zug der verbreitung sinnloser Floskeln wurde allerdings versäumt auf die Frage einzugehen wie viele der 1,4 Milliarden täglicher Facebook Nutzer Robert Mueller überhaupt kennen.

Stattdessen wird der geneigte Leser informiert das Herrn Zuckerberg die Privatspähre wichtig ist. Überraschung.  Mark Zuckerberg verspürt offenbar wenig Lust der Facebook Welt permanent mitzuteilen was er so tut, meint, isst und was mit dem Essen nach der Verdaung passiert.  So wie viele andere Facebook Nutzer ebenfalls. Für diese Daten ist jeder selber verantwortlich. Und statt Meinungsmache wäre ein Aufruf und Sensilbilisierung für mehr Sorgfalt mit persönlichen Daten die bessere und nachhaltigere Lösung.

Nach einer kurzen Lobpreisung von Mark Zuckerberg als Genie erkennen  Fiedler und  Gennies messerscharf die dunkle Seite der Macht.  Zuckerberg führt ein Wirtschaftsunternehmen welches wachsen und Gewinne machen möchte. Für Anhänger diverser Linksgrüner Ideologien scheint das jedesmal eine Überraschung zu sein. Wer mit einigermaßen klarem Verstand an die Sache herangeht, dem ist klar dass das Kapital von Facebook die Daten seiner Nutzer sind. Das war in allen vergangenen Jahren so. Und das wird auch so bleiben.

Das sollte jedem klar sein und das Handeln bestimmen. Jeder kann  bestimmen welche Daten er auf Facebook preisgibt.

Und jeder kann sich Meinungen außerhalb von Filterblasen bilden. Ja es gibt diese Filterblasen die Menschen die in ihnen stecken die Sicht auf die Realität vernebeln weil sie viele ähnliche Meinungen und Meldungen angezeigt bekommen die ihre Meinung und Einstellung bestätigen, dafür wenig oder keine Kritik. Hier ist jeder selber in der Pflicht zu recherchieren und Inhalte zu hinterfagen. Darüber dass das immer mehr tun läuft stolpern mittlerweile die Qualitätsmedien öfter wenn Falschmeldungen, Unterschlagene Ereignisse und verzerrte Darstellungen die Dinge in falschem Licht stehen lassen aufgedeckt werden. Beispielhaft ist hier das Foto mit dem Soldaten welcher einen Teddy nach dem MH 17 Absturz hochhält und was  die Wahrheit völlig verzerrte Propaganda gegen Russland und die Ukrainischen Rebellen zu machen.

Die Gefahr der Manipulation durch Cambridge Analytica und Co ist nicht von der Hand zu weisen. Wobei sich Meinungsmanipulationen nicht auf die Politik beschränkt, sondern auch im Marketing gezielt genutzt wird. Das erwähnen die Autoren nicht.

Mittels Meinungsmanipulation können Unternehmen beinflussen was wir essen, trinken, wohin wir in den Urlaub fahren, was wir gut finden,  bis zu Partnernersuche und Berufsswahl reichen die Möglichkeiten. Das ist eine echte Gefahr und die Medien hätten die Pflicht darüber aufzuklären.

Stattdessen sorgen sie sich weil durch die sozialen Netzwerke immer mehr User ihre Filterblase verlassen und dadurch ihre Macht und Fähigkeit zur Meinungsmanipulation immer mehr schwindet. Das ist an Verlogenheit und Heuchelei kaum zu überbieten.

 

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